Wie lange träumt man?

Etwa ein Viertel jeder Nacht verbringen wir mit Träumen.

Fast 90% der Traumaktivität ereignet sich während des REM Schlafes – dieser gilt als aktiver Teil des Schlafs.

Dabei werden Informationen verarbeitet, die im Wachzustand aufgenommen wurden. Dh., der REM-Schlaf hilft, die Erlebnisse des Tages mental zu verarbeiten. Dies spielt eine Rolle beim Lernen, Erinnern, bei der Stress- und Gefühlsregelung usw.

Jeder Mensch träumt, und zwar jede Nacht – auch jene, die sich nie an einen Traum erinnern :“

Quelle: Alles was Sie schon immer über den Schlaf wissen wollten, Worldwide Project on Sleep and Health , S. 8

Schlafrhythmen

Der Abstieg in die Tiefen des wunderbaren Schlafes passiert wie auf einer Treppe.

Je nach Schlafzeit durchlaufen wir vier bis fünf Schlafphasen, die im Schnitt jeweils etwa  90 Minuten dauern: vom leichten Stadium über  mittlere Schlaftiefen bis hin zum festen Tiefschlaf und wieder hinauf, bis zum aktiven REM-Schlaf (rapid eye movements), in dem intensiv geträumt wird.

In der ersten Nachthälfte verbringen wir  mehr Zeit im Tiefschlaf, in der zweiten mehr  in leichten Schlafstadien und im Traumschlaf.

Neben diesem recht konstanten Schlafrhythmus  hat allerdings jeder Mensch sein ganz persönliches Schlafprofil, bei dem einzelne Schlafphasen auch kürzer oder länger dauern können.

Vor allem die tieferen Schlafphasen dienen unserer körperlichen Erholung.

Der menschliche Organismus durchläuft ein Nachtprogramm: Bewegung, Muskelaktivität, Körpertemperatur, Atmung, Blutdruck  und Herztätigkeit werden geringer. Dabei laufen viele restaurative Prozesseab. So nehmen z.B.  die Bandscheibenin der Wirbelsäule nachts durch die Entlastung Flüssigkeit mit darin enthaltenen Nährstoffen auf und regenerieren sich von den Belastungen des Tages.

Wissenschaft: den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf

SchlaflaborDer Mensch bleibt auch im Schlaf aktiv, wenn auch in intellektuell nur schwach beherrschter Ausprägung. Offensichtlich ist die R.E.M.-Phase (jene Phase, in der wir „echt“ träumen) für den Menschen sehr wichtig. Bei Schlafentzug wird sie nämlich zuerst und dann am nachhaltigsten nachgeholt.

Geträumt wird allerdings während der gesamten Schlafdauer. Ein Autor hat einmal die Aktivitäten eines durchschnittlichen 60jährigen Menschen wie folgt umschrieben: 40 Jahre lang ist er wach, 15 Jahre lang gibt er sich im Schlaf gedankenähnlichen Traumbildern hin. Ein aktives Leben! Ein vitales Leben selbst im Schlaf!

Der international bekannte Schlafforscher William C. Dement sagt in seinem Buch «Der Schlaf und unsere Gesundheit»:
Meiner Meinung nach gehört zu einer ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge immer der gute und ausreichende Schlaf. Wenn Schlaf gelingt – wir ihn gelingen lassen –, wirken Geist und Körper im Einklang miteinander. Auf den Punkte gebracht, meint Professor Dement Schlicht gesagt, wer mehr Schlaf bekommt, ist glücklicher und ausgeglichener.